Im alten Rhythmus…

Auf unserer Skistation bekommen wir Besuch: die Schweizer Family von unserem Dauercampingplatz in Nafplio findet den Weg nach oben. Ich bin glücklich, Enea ist glücklich. Morgens vor dem ersten Kaffee sprinten wir schon wieder und nachmittags nach seiner Hike- und unserer Biketour bauen wir einen Bikeparcour und üben, üben, üben. 🙂

Trotzdem fahren wir am nächsten Tag weiter. Drei Nächte an einem Standplatz ist eh schon lang – wir finden in unseren alten Vor-Corona-Rhythmus zurück – nur die regelmäßige Einkehr in Tavernen fehlt uns noch, aber am Montag den 25.05 hat auch dieses Leiden ein Ende: die Tavernen dürfen öffnen!

Der nächste Standplatz ist eine Sensation: bei 30 Grad und angenehmer Luft stehen wir direkt am See, haben einen guten Zugang zum Baden, das Wasser ist frisch und klar. Die Picknickplätze sind direkt an der Straße, aber wenn nur alle Stunde ein Auto kommt, stört das nicht weiter. Es ist sonst menschenleer (gibt es sowas zu Hause noch?). Als wir schon unser Abendbierchen genießen, leistet uns dann doch noch ein junges Pärchen aus Athen Gesellschaft. Wir fahren am nächsten Tag eine kurze Tour: auf Schotter hoch, auf Trail runter, Abstecher zu einem Cache und einem Kloster und sind glücklich den Rest des Tages in unserem Paradies verbringen zu können.

Aus unerfindlichen Gründen (Wetteränderung, Rhythmusfinden) fahren wir nach zwei Nächten am See weiter. Die Fahrt mach Spaß, weil sich die Straße schön geschwungen über die Pässe zieht und durch die Täler schlängelt. Es ist aber auch anstrengend, muss man doch immer mit Schlagloch oder Gegenverkehr rechnen … auch wenn beides selten ist.

Wir gondeln ein bisschen zwischen Neu- und Alt- Nemea hin und her, finden ein Kloster im Fels, die Ausgrabungsstätte mit dem Zeustempel und das Stadion in dem die nemischen Spiele stattgefunden haben (Ancient Site sind wieder geöffnet, wir zahlen 6€ Eintritt, aber hätten auf dem schattigen Parkplatz auch übernachten dürfen). Irgendwie ist es aber noch zu früh am Tag, also fahren wir weiter Richtung Küste und landen schließlich in Xylokastro am Golf von Korinth. Der Abend naht, wir sind schon müde vom Laufen und Autofahren und da wir einen guten Standplatz am Meer finden, beschließen wir den Tag hier langsam zu beenden.

Vielleicht fahren wir morgen wieder an einen See. Unsere Campbekannschaft Johann+Jenny haben da schon mal ein Plätzchen für uns reserviert…

Unser zweiter Stellplatz in Freiheit. Sensationeller See: so einsam, so schön zu schwimmen, so ruhig – nur die Frösche quaken die ganze Nacht.
„Unser“ See von der anderen Seite. Seeumrundung in 12km auf Asphalt.
Die Schildkröten haben hier mehr grün im Panzer und Harald ist mit Musik im Ohr schneller…
Für den Downhill finden wir sogar einen Trail. S1 aber etwas zugewachsen, so dass es nicht flowig wird, aber trotzdem mal was anderes
Im Wald siehts eh aus wie daheim…. oder?
Abstecher zur Monastry. Der Mönch kommt uns entgegen und führt uns herum. In der Kapelle ist es etwas gruselig: es ist dunkel, bedrückend und der Mönch ist mir unheimlich (nahe), Harald ist draußen und findet auch, dass ich lange fort war….
Der Athener Dionysis empfiehlt uns ein „pittoreskes“ Dörfchen einige km entfernt. Wir fahren mit Karlchen hin, finden diese coole Quelle aus der Platane der Dorfmitte, trinken einen To Go Kaffee und kaufen im Supermarkt ein. Eigentlich wollten wir die empfohlenen Souflaki am Stehgrill kaufen, aber der macht wohl erst in einer Stunde auf … Wenn Harald kocht schmeckt es eh besser (und ist mehr:-))
Schöner gehts nicht oder? Das Licht wird toll und ich mache Traumbilder. Irgendwie hab ich hier jetzt nicht die Besten in der Auswahl … es ist schwer zu entscheiden
Tolles Licht, ne?
Dann tolle Wolken…
Nach dem Verlassen des Paradieses finden wir das Kloster in der Wand,
den Zeustempel,
einen Hund,
eine Katze,
das alte Stadion
Und schließlich unseren Standplatz am Meer.
Wir parken nochmal um: unter die Bäume und mit Meerblick für alle.
Der Tag klingt aus.
Hoffentlich werden die Wellen heute Nacht nicht höher….

8 Antworten auf “Im alten Rhythmus…”

  1. Wir freuen uns auch. So erleben wir diese tollen Ecken von Griechenland nie wieder, es sind halt noch keine Touristen hier… nur wir, eine handvoll anderer Camper und die Griechen …

    1. ….und: vergiss bitte vor allem die Hunde, Katzen, Schildkröten und Esel nicht… Die ruhigen Zeiten sind hier leider schon wieder vorbei. An Wochenenden und Feiertagen wahre Völkerwanderungen – es sei denn, es regnet. Dann ist man wieder ziemlich alleine unterwegs. Genießt diese Zeit so gut und vor allem so lange es geht. Zurück in Deutschland werdet Ihr den Lärm und die Menschenaufläufe sehr schnell „verfluchen“.

      1. Ja, ich befürchte auch das wird schwer. Kaum sind wir hier in einem Städtchen, wollen wir so schnell wie möglich wieder raus an einen ruhigen Strand-, See- oder Bergplatz. Und kaum bist du mit dem Rad unterwegs begegnest du nur noch Tieren und Hirten…. einfach Klasse. Ich hab echt Angst vor den vielen Menschen back in Germany …

  2. So schöne Bilder!!! Schön, dass ihr wieder unterwegs sein könnt. Hier gibt es auch ruhige Ecken, man muss nur früh los und weit raus… 😉

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