Biken im Paradies

„Welcher „Finger“ gefällt dir denn am meisten?“, fragt mich Gwenda auf einer unserer Biketouren. Immerhin haben wir inzwischen die ganze Peloponnes besucht. Wie das nun mal so ist, korreliert die Bewertung einer Bike-/Urlaubsregion stark mit Zweit-/Dritt-/Viert- Variablen. Speziell: Wetter (sprich: Sonne), Temperatur (> 15 Grad),Wind (< 3 Bf), eigenes Wohlbefinden (manche sagen auch „Form“ dazu) usw.

Was soll ich sagen: Der „Zeigefinger“ macht mich/ uns insbesondere im Hinblick auf unsere „Bikeexperience“ glücklich. Die nüchterne Bilanz: Sechs Biketouren mit overall > 6000hm in 10 Tagen auf verkehrsarmen (lies: verkehrslosen) Straßen mit teils spektakulären Aussichten.

Weniger „nüchtern“ sind die Bilder, die meist in unserem Kopf und für Euch (leider) nur in einer kleinen Auswahl bleiben.

Sind wir hier noch länger? Mal sehen; erstmal genießen wir den Abend am Holzofen in Neapoli mit lecker Essen und (hoffentlich nicht zu viel) Wein. Karlchen hat am Hafen von Monemvasia wieder genug Wasser geladen und Strom haben wir dank >9 Sonnenstunden/Tag mehr als genug.

Endlich ist das Wetter so stabil, dass wir uns wieder in die Berge trauen. Auf 500 hm oberhalb von Leonidio ist s aber noch richtig kalt.
21 Kehren sind es auf den Stelvio – nicht viel weniger sind es ins Hinterland von Leonidio – 1000 hm bergauf erwarten uns am Stück an Tag 2
Richtung Tyros geht es ähnlich viele Kehren wieder bergab
Nur 2o km hat unsere Tour am nächsten Tag zum Kloster St. Nicholas (Suchbild) – hört sich nach nix an
500 hm hat die Tour, davon 350 auf den letzten zweieinhalb Kilometern; was hat die Leute damals dazu getrieben an einem so abgelegenen Ort ein Kloster zu bauen? Andererseits kann man sich auch fragen, warum heutzutage Radfahrer dorthin fahren…
Von unserm nächsten Standplatz am ehemaligen Fähranleger bei Monemvasia geht es deutlich weniger steil als bei der letzten Tour auf der „old road“ Richtung Neapoli und auf kleiner Fahrstraße wieder retour… Die Windjacken haben wir nur auf den Abfahrten gebraucht
Im Hintergrund der Festungshügel von Monemvasia
Ab Neapoli geht es 40 km in den Süden des Zeigefingers – zunächst meist auf Asphalt
Später „Scenic Roads“ mit hohem Gravelanteil
„Fossil Forrest“ heißt dieser Streckenabschnitt, die Fossilien suchen wir nicht, uns reicht die Fahrt bei (fast) 20 Grad und (vieeeeel) Meerblick
Eigentlich wollten wir ja mal wieder flach fahren…. naja, eine 350 hm Schlussabfahrt runter nach Neapoli ist es dann doch geworden
Stellplatz mal wieder direkt am Meer in Neapoli- politisch korrekt mit griechischem Kaffee und Wasser
PS *Heul* Kein Artikel ohne Katze… Momi lassen wir ungern am Hafen von Monemvasia zurück… sie ist uns in zwei Tagen sehr ans Herz gewachsen… wir hoffen, dass die nächsten Camper auch ein warmes Plätzchen (wenn auch nicht so viele Streicheleinheiten) für sie haben

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